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27.09.2020
10.05.09

Zweierlei Maß - Traditionalisten hofiert

Kategorie:
Nachrichten, Na Kirche im 21. Jahrhundert, Na Restauration in der kath. Kirche, Na Röm.-kath. Kirche, Na Ökumene

 

Presseerklärung zur Aufhebung der Exkommunikation einiger herausragender Mitglieder der Piusbruderschaft

Die Aufhebung der Exkommunikation der vier vor 20 Jahren durch den Papst und Konzil ablehnenden Bischof Marcel Lefebvre selbstherrlich geweihten schismatischen Bischöfe zeigt die Einseitigkeit, wie Papst Benedikt XVI. sein Einheitsdienstamt versteht und wie er dieses ausübt.

Zu traditionsfixierten und zugleich rückwärtsgewandten Gruppierungen hin werden Brücken über Brücken gebaut, sodass darin sogar eine tragische Blindheit zutage tritt, die der Kirche ganz offensichtlich schadet - wie es die letzten Tage gezeigt haben.

Gleichzeitig wird durch Benedikt XVI. dem Bemühen um einen Dialog mit jenen Christen und Amtsträgern, die sich in Verbundenheit mit der Kirche aus dem Geist der konziliaren Erneuerung engagieren, keineswegs in gleicher Weise Rechnung getragen; sie werden im Gegenteil mit vielfältigen Mitteln diszipliniert. Nicht wenige Christen fragen die Glaubwürdigkeit eines so gelebten Dienstes an der Einheit ernsthaft an.

Befremdet stellen wir fest: Der Vatikan rehabilitiert illegitim geweihte Bischöfe und bestätigt Traditionalisten, die das Zweite Vatikanische Konzil völlig ablehnen und die den Weg, den die Kirche seitdem geht, als »Abfall vom rechten Glauben« verunglimpfen.

Noch nie zuvor hat ein Papst Schismatiker so kompromisslos integriert. Was bedeutet diese »Rechts-Verbeugung« durch Benedikt XVI. für die Zukunft der Kirche?